11.3.1987 Während der Fahrt sprach niemand mit dem Festgenommenen. Der Stasi-Mann zu seiner Linken starrte ihn die ganze Zeit an. Der andere "Begleiter"hielt die Handschellen bereit. Irgendwann bog der zweite Wagen, der vorausgefahren war, rechts ab und fuhr in ein Waldstück. Der andere Wagen folgte. Alle "Begleiter" stiegen aus. Der Festgenommene blieb etwa fünf Minuten allein im Auto, bis jemand die Tür öffnete und ihm befahl, auszusteigen. ( FOTO : Gemini) Es war bereits dunkel. Die Scheinwerfer des Wagens waren aus. Sie schalteten ihre Taschenlampen ein und leuchteten damit auf den Kubaner, der vor Angst zitterte. "Ziehen Sie sich aus!", lautete der Befehl. Die erste Leibesvisitation fand im Freien statt.“
„NUN,IST ES ERFAHRUNGSGEMÄß TAUSENDMAL LEICHTER, DIE FAKTEN EINER ZEIT ZU REKONSTRUIEREN ALS IHRE SEELISCHE ATMOSPHÄRE " ( DIE WELT VON GESTERN.STEFAN ZWEIG) ************************************ "WENN WIR WISSEN WOLLEN, WIE ES GEWESEN WAR, BENÖTIGEN WIR DAS LITERARISCHE ZEUGNIS VON BETROFFENEN.ERST DANN KÖNNEN WIR UNS, FALLS WIR ES DENN WOLLEN, MENTAL IN IHRE ZEIT UND IN IHRE ZEITGENOSSEN HINEINVERSETZEN " GÜNTER KUNERT, SCHRIFTSTELLER UND DDR DISSIDENT