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 "Seit seiner Jugend haderte Michael Brandt mit dem Leben in der DDR: „Ich wollte schon als Kind wissen, wie es hinter dem Horizont weitergeht“, erinnert sich der 1966 geborene Potsdamer. Kaum war er volljährig, schrieb er seinen ersten Antrag auf Ausreise – natürlich ohne Erfolg. Deshalb versuchte er, nach West-Berlin zu flüchten. Doch trotz gründlicher Vorbereitung konnte er den „antifaschistischen Schutzwall“ nicht überwinden; immerhin nahmen die DDR-Grenzer ihn nicht fest"

https://www.welt.de/geschichte/article6aaa5a7691d8cffaad47b229/unrechtserfahrung-wunden-heilen-aber-narben-bleiben-leben-nach-ddr-haft.html

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JETZT BIN ICH RAUS,JETZT. Jürgen Fuchs

Jetzt bin ich raus,jetzt kann ich erzählen Wie es war Aber das  Läßt sich nicht erzählen Und wenn Müßte ich sagen Was ich verschweige Zum Beispiel Daß ich am 17.12.1976 in meiner Zelle saß Mit dem Rücken zur Tür Und weinte Weil ich am Vormittag das Angebot abgelehnt          hatte Mit ihnen zusammenzuarbeiten Und du weißt  Was es heißt,mit ihnen zusammenzuarbeiten    (aus Jürgen Fuchs "Tagesnotizen/ Gedichte")                                                 Jürgen Fuchs war im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen in den Zellen 111, 117,306 und 332 in Haft. http://www.youtube.com/watch?v=k_FXbavByOw

"Freiheit und Verantwortung sind eng miteinander verbunden". Gino Kuhn

  " Als ich kurz nach meiner Verhaftung  im Oktober 1975 in diese Gruft, der Untersuchungshaft der Cottbuser Staatssicherheit  ( MfS) am Spreeufer hinter dem Amtsgericht, gestoßen wurde, war alles,  woran ich in Freiheit geglaubt habe, wie ausgelöscht....... Die Zelle  war mit einer Glühbirne schwach beleuchtet. Tageslicht suchte sich seinem Weg durch schmutzige Glasbausteine. Einen Blick nach draußen gab es nicht. Die Zelle war ca. 2x3 Meter klein. Der Boden war mit einer dunkelroten Farbe und die Wände mit einem fleckigen Dunkelgrün gestrichen. Den Boden musste ich regelmäßig mit einem Lappen unter meinen Füßen reinigen. Die Luft war schlecht. Auf der Holzpritsche lag eine modrige Matratze mit einer grauen Decke, auf der ich tagsüber eh nicht liegen dürfte. In der Ecke stand der Metallkübel als Toilette, den ich selber in einem dafür vorgesehenen Raum reinigen musste. Ein kleiner Schemel und in der Wand befestigter Tisch. Kein Waschbecken, kein Wasser. Durch d...

Bärbel Bohley, Englisches Tagebuch 1988

25. Januar 1988 Um 5 Uhr klingelt es Sturm. „Jetzt sind sie da. Mindestens zehn Leute stehen vor der Tür“. Gehe zur Tür und sehe durch mein Guckloch. Ja, so müssen sie 33 geklingelt haben! Irgendjemand brüllt: : „ Vorläufige Festnahme! Gegen Sie wird ermittelt“. Keine Ausweisung der Papiere auf mein Verlangen. Kein Grund wird genannt……Sie machen uns Angst. Immer werde ich  aufgefordert, mich anzuziehen. Ich weigere mich:  „ Wenn Sie es wagen, mich aus dem Schlaf heraus zu verhaften, haben Sie auch den Mut, mich im Nachthemd mitzunehmen“ 26. Januar 1988 „Die Maschine ist in Bewegung. Immer wieder der Vernehmer, keine Antworten auf seine Fragen“ Aus: Bärbel Bohley , Englisches Tagebuch Die Bürgerrechtlerin und Malerin Bärbel Bohley war 1983 und 1988 im Untersuchungsgefängnis Berlin- Hohenschönhausen inhaftiert. Sie gehörte  zu den führenden Persönlichkeiten der friedlichen Revolution im Herbst 1989. Ein typisches Beispiel: Bärbel Bohleys "Englisches Tagebuch 1988", dessen M...